Die Verfahrenstechnik

 

Verfahrenstechnik (engl.: Chemical and Process Engineering) ist die Ingenieurwissenschaft, die sich mit der Erforschung, Entwicklung und technischen Durchführung aller Verfahren befasst, die Stoffe nach Art, Eigenschaften und Zusammensetzung gezielt verändert.

 

Die Verfahrenstechnik (VT) ist ebenso wie Fertigungstechnik und Energietechnik ein Teil der Produktionstechnik. Im Besonderen verfolgt VT das Ziel der Stoffumwandlung.

 

Die Stoffänderung kann erfolgen durch:

 

  1. Änderung der Zusammensetzung z.B. von Suspension durch Filtrieren oder von Lösungen durch Destillieren.
  2. Änderung der Eigenschaften z.B. der Feuchtigkeit eines Produktes durch Trocknen oder der Korngröße durch Zerkleinern.
  3. Änderung der Stoffart z.B. von Verbindungen durch chemische Reaktionen oder von Elementen durch Kernumwandlung.

 

Diese Grundoperationen werden aneinandergereiht und ergeben den Gesamtprozess.

 

Der Kostendruck in der Industrie und die besseren Simulations- und Analysemöglichkeiten, sowie das bessere physikalische Verständnis führen dazu, dass heute immer mehr Grundoperationen in einem Prozessschritt kombiniert werden. Für ein tiefgreifendes Verständnis der Prozesszusammenhänge ist es jedoch wichtig das Verfahren in getrennten Grundschritten zu betrachten.

 

Die Verfahrenstechnik gliedert sich daher immer noch entlang der physikalischen Vorgänge der Grundoperationen in:

 

  • mechanische Verfahrenstechnik (Zerkleinern, Sieben, Filtrieren, Mischen,...)
  • thermische Verfahrenstechnik (Absorption, Adsorption, Trocknung, Extraktion,…)
  • chemische Verfahrenstechnik ( =Reaktionstechnik)