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Internationaler Mädchentag

Bernoulli, Tesla, Hess, Lissajous – das ganze Studium über lernt man alle möglichen Gesetze, Formeln und die Geschichte diverser Erfindungen. Dabei stellt man schnell fest, dass neben Marie Curie nicht sonderlich viele Frauen dabei aufscheinen. Woran liegt das?Gab es vor der Jahrtausendwende keine Wissenschaftlerinnen?

 Natürlich gab es sie! Seit der Antike gab es in allen Bereichen Frauen, die genauso wie Männer Entdeckungen gemacht haben. 1200 BC gab es Tapputi, die erste Chemikerin derWelt und Peseschet aus Äqypten gilt als erste Ärztin. Medizin war generell eines der Gebiete mit dem größten Frauenanteil und sogar in dem patriarchischen Römischen Reichgab es Fachärztinnen.

Genauere Aufzeichnungen gibt es über die Schule des Pythagoras und die von Epikur, in dem Frauen wie auch Männer willkommen waren. Arete von Kyrene war nicht nur Lehrerin, sondern auch Schuloberhaupt der kyrenischen Schule. Diese Zeit der gleichberechtigten Forschung streckte sich über gut 7. Jahrhunderte hinweg und brachte unter anderem das Tribikos, ein Destillationsapperat, und das Marienbad von Maria Prophetissa hervor.

Im Mittelalter gab es in christlichen Ländern wenig Forschung außerhalb von Klöstern, weswegen es wenig verwunderlich ist, dass eine der weltweit ersten Universitäten in Marokko entstanden ist. Die Gründerin war Fatima al-Fihri um ca. 900 nach Christus. In Europa gab es in der Zwischenzeit viele gebildete Nonnen wobei Hildegard von Bingen wohl die bekannteste war. Sie lebte im 12.Jahrhundert und verband in ihren Werken Volksmedizin mit dem römisch-griechischen Wissen.

In der Neuzeit durften aber nur Männer an den meisten Universitäten studieren, weshalb Frauen oft zusammen mit ihren Ehemännern oder im Selbststudium forschten. Eine Ausnahme war die Universität in Bologna wo 1732 die erste Universitätsprofessorin Europas forschte.

Seit ungefähr Anfang des 20. Jahrhunderts durften Frauen an österreichischen Universitäten studieren und trotzdem sind vor allem technische Berufe eher männerlastig. Die TU-Graz erlaubte erst ab 1919 Studentinnen.  Die 800 Jahre in denen erst die Kirche und dann der Staat es Frauen so schwer wie möglich gemacht hat, Bildung zu erhalten sind immer noch bemerkbar. ‘Männerberufe’ und ‘Frauenberufe’ sind leider noch fest in der Gesellschaft verankert.

Zu dem diesjährigen Mädchentag wollen wir, das Referat für Frauenpolitik der HTU Graz, euch also erinnern, dass Frauen eine wichtige Rolle in der Technik und der internationalen Forschung haben. Deshalb stellen wir euch nun einige Frauen vor, die es seit dem Öffnen der Universitäten für Frauen geschafft haben, in der Welt der Wissenschaft einen Durchbruch zu erzielen. Dies ist natürlich nur eine ausgewählte Liste, da eine vollständige Aufzählung den Rahmen dieses Blogs sprengen würde.

Starten wollen wir mit ein paar nicht allzu bekannten Damen. Martha Spiera, eine Chemikerin, war 1923 die erste Absolventin der TU Graz. Die erste Architekturabsolventin, Herta Frauneder-Rottleuthner, meinte: „Als Frau musst du immer bei Null anfangen“. Damals gab es noch wesentlich weniger Studentinnen und die meisten beendeten ihr Studium nie. Erst nach dem zweiten Weltkrieg wurde die Zahl an jährlichen Abschlüssen zweistellig und heute sind bereits ein Viertel unserer Studenten weiblich!

Weiter geht es mit einer der berühmtesten Frauen der modernen Technik: Grace Hopper. Sie war nicht nur eine der ersten Programmiererinnen, sondern erfand auch den ersten Compiler! Auch wird die Bezeichnung von einem Bug auf sie zurückgeführt. Zu Recht wurde sie von ihren Kollegen auch als „Amazing Grace“ bezeichnet.

Hedy Lamarr war eine sehr bemerkenswerte Frau, die nicht nur Erfinderin, sondern auch Schauspielerin war. Sie stellte sich im zweiten Weltkrieg auf die Seite der Alliierten und entwickelte eine Funkfernsteuerung für Torpedos. Heute wird das Verfahren noch bei Bluetooth verwendet.

Lise Meitner war an der Erklärung der Kernspaltung beteiligt, doch ihre Arbeit wurde erst später anerkannt, da sie im Nazideutschland verfolgt wurde. Sie ging die ersten zwei Jahre ihres Studiums, mit Hilfe von Otto Hahn, illegal zu Vorlesungen und arbeitete später als Assistentin von Max Planck. Obwohl sie und ihr Neffe maßgeblich an dem Nachweis der Kernspaltung beteiligt waren, bekam nur Otto Hahn den Nobelpreis. Er selbst versuchte Lise Meitner ebenfalls für diese Auszeichnung vorzuschlagen, leider erfolglos.

Ebenfalls nur später für ihre Leistungen anerkannt wurde Rosalind Franklin, die inzwischen fast schon berühmt dafür ist, dass Crick und Watson ihre Forschungsnotizen über die Doppelhelix der DNA kopiert haben. Auch sie erhielt nie den Nobelpreis, der ihr zustand.

Die Liste der Frauen, die in verschiedenen wissenschaftlichen Situationen übergangen oder ignoriert wurden, ist lange und deprimierend. Doch gibt es trotzdem elf weibliche Nobelpreisträgerinnen für Chemie und Physik!

Marie Curie war für beide Kategorien die erste und ihre Tochter, Irène Joliot-Curie, folgte einige Jahre später, ebenfalls für Forschung im Bereich der Radioaktivität. Dieses Jahr bekamen gleich drei weitere Frauen in der Wissenschaft diesen Preis. Andrea Ghez, die ein supermassives kompaktes Objekt im Zentrum unserer Galaxie entdeckte, Emmanuelle Charpentier und Jennifer Doudna, die zusammen eine Methode zur Genom-Editierung entwickelt haben. Alle drei sind renommierte Wissenschaftlerinnen auf ihren Gebieten und zeigen wie weit man in der heutigen Zeit als Frau kommen kann – nämlich gleich weit wie jeder Mann!

Vielleicht ist der Start etwas holpriger, vielleicht hat man mehr Druck, gleichzeitig zum Studium auch eine Familie zu gründen und Kinder zu bekommen, aber das Vorbild vieler unzähliger Frauen zeigt, dass es möglich ist!

Verfasserinnen: Christina Fior, Nadia Abouelela

World Mental Health Day

Jedes Jahr am 10. Oktober wird der World Mental Health gefeiert (wobei so wirklich zu feiern gibt es da nichts). Das diesjährige Thema ist „Mental Health for all“ als „psychische Gesundheit für alle“.
Eigentlich ein schöner Wunsch, der aber leider noch nicht der Realität entspricht.

Laut einer Studie [ https://www.boep.or.at/download/5ef991483c15c8588f00001a/BOEP-Studie_Psychische_Gesundheit_in_Oesterreich.pdf ] des Berufsverbandes Österreichischer PsychologInnen ist jede 2. Person in Österreich von psychischen Erkrankungen betroffen. 63% sind dazu bereit darüber mit ihrer Familie und Freunden zu sprechen. Am Arbeitsplatz hingegen wollen nur 21% darüber sprechen. Übrigens sinkt diese Zahl für Junge Erwachsene bis 30-Jährige -also der Großteil der Studierenden- auf 16%. Wie man erkennen kann, ist es also immer noch stigmatisiert psychische Probleme zu haben, obwohl eigentlich die Hälfte der Bevölkerung damit Probleme hat.
Vor allem, da meistens über weitaus trivialere und weniger nachvollziehbare Probleme viel offener geredet wird.

Genau aus diesem Grund ist es auch wichtig auf solche Probleme aufmerksam zu machen. Laut WHO [ https://www.who.int/mental_health/prevention/suicide/suicideprevent/en/ ] sterben jedes Jahr fast 800.000 Personen aufgrund von Suizid. Das sind ungefähr ein Tod durch Suizid alle 40 Sekunden. Schätzungsweise liegt die Zahl der Suizidversuche jedoch viel höher und bewegt sich irgendwo um die 20 Versuche pro Todesfall. Wie diese erschreckenden Zahlen vermuten lassen, ist Suizid unter anderem auch die zweit größte Todesursache für Personen im Alter zwischen 15-29.

Natürlich sind Todesfälle ein großer Schock für alle Angehörigen, jedoch ist psychische Gesundheit so viel mehr, als nur Menschen davon abzuhalten, sterben zu wollen. Wer jetzt an weitere Störungen wie Depressionen, Angststörungen, Essstörungen und Zwangsstörungen denkt, ist zwar auf einem “guten” Weg, jedoch sind im DSM-5 ganze 374 Krankheiten und Diagnosen in 22 Kategorien unterteilt. Man erkennt also, dass es sich um ein Meer aus weitaus komplexeren Problemen handelt, als man vorab annehmen würde.

Darüber hinaus sind psychische Erkrankungen und Störung nur selten sichtbar und oft zusätzlich komplett missverstanden. Wer sich den Fuß gebrochen hat oder an einer Grippe leidet, wird unschwer von allen als krank wahrgenommen und man kann sich mehr oder weniger in die Person und ihr Leid hineinversetzen. Man muss keinen Bruch erlitten haben, um zu verstehen, dass man dabei Schmerzen verspürt. Und selbst wenn einem nicht der selbe Grippevirus zum Verhängnis geworden ist, kann man sich zumindest an das eine Mal, wo man mit 38,7°C im Bett gelegen ist, erinnern.
Wenn nun aber betroffene Personen von ihren psychischen Krankheiten erzählen, stößt man großteils auf Unverständnis und Vorurteile. Depressionen sind nicht einfach nur eine traurige Phase, genau so wie Zwangsstörungen nicht ein Ordnungs-, Putz- oder Symmetriewahn sind, oder Essstörungen nicht nur Mädchen und junge Frauen sind, welche seit gefühlt 29384 Tagen kein Essen mehr zu sich genommen haben. Solche Stigmatisierungen halten viele oft davon ab über ihr Leid zu sprechen, obwohl es eigentlich unheimlich wichtig wäre. Dadurch entsteht ein Teufelskreis aus einer ständigen Verschlimmerung, weiterer Geheimhaltung und Vertuschung und daraus resultierende Einschränkungen im Leben allgemein, welche dann auch das Studium und Arbeit negativ beeinflussen können. Und hier geht es auch gar nicht um die erbrachte Leistung bzw. die Leistungsminderung, sondern um das Leid, welche diese Person ertragen muss, welches dazu führt.
/Als kleine Anmerkung des Autors: Natürlich gibt es auch körperliche Krankheiten wie z.B. Diabetes, von denen sogar alle schon mal gehört haben, welche ebenso nicht offensichtlich sind und für denen die meisten auch keinen persönlichen Bezug haben. Aufklärung und Entstigmatisierung sind auch in diesem Bereich absolut notwendig./

Falls ihr euch nun Fragt wie man als außenstehende Person, betroffenen Personen helfen bzw. jene unterstützen kann, gibt es leider keine universale Lösung.
Da es jedoch trotzdem wichtig ist, sich damit auseinander zu setzen sind einige hilfreiche Punkte aufgelistet:

  • Informiere Dich über die Krankheit(en).
    Es gibt meist Resourcen für Betroffene als auch Angehörige. Beide können Wertvolle Informationen im Umgang miteinander enthalten. Achte hier bitte auch dringendst auf die Richtigkeit und wissenschaftliche Fundierung der Quelle(n).
  • Suche das Gespräch mit der betroffenen Person; höre ihr zu und schenke ihr Respekt.
    Jede Person hat unterschiedliche Bedürfnisse und Sorgen. Es ist wichtig sich gegenseitig zuzuhören und eine Vertrauensbasis aufzubauen. Versuche soweit es Dir möglich ist auf Bitten bzw. Hilfestellungen einzugehen, aber pass dabei auch auf, Krankheitssymptome und negatives Verhalten nicht zu ermöglichen. Der Unterschied ist oft nur fein und nicht sofort erkennbar. Professionelle Hilfe bzw. Input ist hier sicher angebracht und oft auf nötig. Solltest Du aber in einer Situation sein, wo diese nicht verfügbar ist, versuche immer nach bestem Gewissen zu Handeln. Sei Dir aber auch bewusst, dass du nicht in der Lage bist Diagnosen zu stellen (außer Du bist eine Fachkraft) und die Situation falsch einschätzen kannst .
  • Professionelle Hilfe und Therapie können sehr hilfreich bis unerlässlich sein.
    Die betroffene Person muss damit natürlich einverstanden sein, jedoch kann professionelle bis zu 90% Wirksamkeit erzielen. Es gibt eine Vielzahl an Arten von Hilfe, sowie Therapien, welche für jede Person unterschiedlich wirksam sind. Es ist hier auch wichtig anzumerken, dass es sich um einen langwierigen Prozess handeln kann, bei welchem ein unterstützendes soziales Umfeld sich positiv auswirken kann.

 

Falls Du selbst Betroffen bist und Hilfe suchst bzw. benötigst, gibt es hier [ htugraz.at/index.php ] einen kurzen Überblick über das universitäre Angebot.

 Kurz zusammengefasst, gibt es von der TU-Graz [https://tu4u.tugraz.at/studierende/rund-ums-studium/psychosoziale-beratung-fuer-studierende/]  als erste Anlaufstelle, Hilfe, sowohl online via Student Helpchat (4 Einheiten á 40 Minuten), als auch Persönliche Beratung(3 Beratungseinheiten á 50 Minuten).

Alternativ dazu gibt es ebenso die psychologische Studierendenberatung [https://www.studierendenberatung.at/] welche unter anderem Beratung und auch Psychotherapie anbieten.

Hilfe zu benötigen und Anzunehmen ist kein Zeichen von Schwäche, sondern Stärke. Ich wünsche dir alles Gute auf deinem weiteren Weg.

Studienrecht in der Pandemie

Außnahmezustand - es herrscht verwirrung! Aber was bedeutet das für unseren Studienfortschritt?

Graz, 06.04.2020; Robert Schwarzl - Referat für Bildungspolitik der HTU Graz

Studienrecht in der Pandemie

In verschiedenen Bereichen bemerkt man seit dem Beginn der COVID-19-Krise ein verstärktes Auftreten von Problemen. Während zu Beginn einige Rückmeldungen zur nichtmöglichen Abhaltung von Lehrveranstaltungen eingetrafen, mehren sich derzeit Sorgen um Studienbeitrag, Zivildienst, der Zukunft von Prüfungen und einen möglichen Studienabschluss. Mit diesem Artikel möchte das Referat für Bildungspolitik einen Überblick über Maßnahmen und Forderungen in der Zeit der Pandemie geben, für deren Umsetzung wir uns derzeit stark einsetzen.

Einteilung des Studienjahrs

Im Hinblick auf verspätete Lehrveranstaltungen hat der Senat bereits eine neue Regelung für die Einteilung des Studienjahres beschlossen. In den diesjährigen Sommerferien ist das Nachholen von Lehrveranstaltungen und Prüfungen nach Terminkoordination zwischen LV-Leitung und Studierenden möglich; um Urlaub und zumindest kurze Erwerbstätigkeit zu ermöglichen, wird im Mai ein Zeitraum im Sommer von mindestens drei Wochen bekanntgegeben, in dem keine Lehrveranstaltungen und Prüfungen stattfinden dürfen. Wenn einem neue Termine die Teilnahme an einer Lehrveranstaltung verunmöglichen, kann dies als wichtiger Grund zur Abmeldung ohne Verlust des Prüfungsantritts gewertet werden.

Zivil- und Präsenzdienst

Das Thema ist derzeit nicht nur auf der TU Graz präsent, auch in den Medien werden neue Probleme mit der Vereinbarkeit des Zivil- und Präsenzdienstes mit dem Studium thematisiert. Auf lokaler Ebene sind wir derzeit bemüht, Personen, die während des Studiums diese Dienste leisten, ein zusätzliches Toleranzsemester für Studienbeitragserlass zu geben. Beihilfen und Stipendien müssen allerdings auf Bundesebene geändert werden.
Noch in der Nachfrist möglich ist die Beurlaubung vom Studium, allerdings kann dann im Sommersemester keine Prüfung absolviert werden.

Voraussetzungen

Eines der ersten Probleme im Zusammenhang mit der Schließung des Präsenzbetriebs an der Universität war die Unmöglichkeit großer Vorlesungsprüfungen. Obwohl wir in der glücklichen Lage sind, dass nicht viele unserer Studien eine hohe Anzahl an Voraussetzungen für Lehrveranstaltungen haben, ergeben sich doch einige Probleme - insbesondere die Grenze von 22 zusätzlichen ECTS bis zur Absolvierung der STEOP ist geradezu prädestiniert für Kollateralschäden. Wir sind auf jeden Fall bemüht, hier eine Lösung im Sinne der Studierenden zu finden.

Studienabschluss

Was passiert normalerweise in Master und Doktorat? Nach der Absolvierung aller Prüfungen und dem physischen Einreichen der Abschlussarbeit erfolgt eine kommissionelle Abschlussprüfung. Im Bezug auf die Pandemie kann man hier einige Stolperfallen finden.
Im ersten Schritt kann die Abgabe der fertigen wissenschaftlichen Arbeit nun auch digital erfolgen, gedruckte Exemplare müssen nach Wiederöffnung der Druckereien und Dekanate nachgeliefert werden. Danach kann die Abschlussprüfung virtuell stattfinden; hier wird darauf gesetzt, dass Prüfungskommission und Studierende*r eine Lösung vereinbaren, z.B. über Videokonferenz. Wie bei physischen Prüfungen ist die Prüfung öffentlich, ein entsprechender Link, um an der Videokonferenz teilzunehmen, kann also z.B. an Bekannte verteilt werden.
Natürlich lassen sich diese Möglichkeiten abgewandelt auch auf Bachelorabschlüsse anwenden.

Wie geht es weiter?

Auch auf Bundesebene sind weitere Punkte in Diskussion, z.B. zur Verschiebung von Fristen, Aufenthaltstitel zu Studienzwecken und das Abfedern finanzieller Konsequenzen für Studierende. Sobald hier Neuerungen vorliegen, erfährst du sie auf Kanälen der ÖH-Bundesvertretung, unter anderem hier.

Abgesehen von der Neueinteilung des Studienjahrs, einer möglichen Beurlaubung und der virtuellen Abwicklung der Studienabschlussphase sind die Forderungen noch in Diskussion. Die HTU ist hier in engem Austausch mit dem Vizerektor für Lehre und der Organisationseinheit Lehr- und Studienentwicklung. Sollten dir weitere Probleme auffallen, die mit rechtlichen Änderungen behebbar wären, dann schreibe sie uns bitte an bipolnoSpam@htu.tugraz.at. Weitere Neuigkeiten an der TU Graz erhältst du per E-Mail sowie in den FAQs.

Dieser Artikel stammt aus der neuesten TU Info-Ausgabe. Weitere Artikel findest du hier: tuinfoartikel.htug.at


Diagonale - Festival des österreichischen Films vom 24. – 29. März 2020 in Graz

Machen wir uns Bilder von der Welt. In Graz. Im Kino.
Eingebettet in die steirische Landeshauptstadt widmet sich die Diagonale vom 24. bis 29. März 2020 dem freudvollen Erkunden des österreichischen Films und setzt als meinungsdiverser Knotenpunkt vor allem auf Austausch, Begegnung und Dialog in und rund um die Säle der Festivalkinos in der Grazer Innenstadt.

Erste Highlights aus dem diesjährigen Wettbewerbsprogramm sind der bei der Diagonale ausgezeichnete SpielfilmThe Trouble with Being Born von Sandra Wollner und der Dokumentarfilm SPACE DOGS von Elsa Kremser und Peter Levin.

The Trouble with Being Born erzählt die Geschichte des Androids Elli – sie ist ein Android, der bei einem Mann lebt, den sie Papa nennt. Er hat Elli nach einer Erinnerung erschaffen. Für sie ist es lediglich eine Programmierung, der sie folgt – eines Nachts tief in den Wald hinein.

SPACE DOGS hingegen erzählt von der Hündin Laika – dem ersten Lebewesen im All – und ihren Nachfahren in den Straßen Moskaus. Ein dokumentarisches Märchen, verwoben mit Archivmaterial aus den Versuchslaboren sowjetischer Raumfahrtmissionen.

Ausgehend von diesen beiden Diagonale-Wettbewerbsfilmen diskutieren die Filmemacher/innen Sandra Wollner, Elsa Kremser und Peter Levin beim Festival des österreichischen Films mit dem Filmkritiker Rüdiger Suchsland über Moral im österreichischen Gegenwartskino. Das Gespräch wird von dem Filmkritiker Dominik Kamalzadeh moderiert und findet am Freitag, den 27. März um 16 Uhr im Kulturzentrum bei den Minoriten zu freiem Eintritt statt.

Außerdem wird bei der Diagonale’20 erstmals die neue Netflix-ORF-Serie Freud von Marvin Kren in einem österreichischen Kino zu sehen sein. Der Regisseur inszeniert Sigmund Freud in der Mystery-Thriller-Serie als ehrgeizigen Berufsanfänger, der mit Kokain experimentiert und in reaktionären Kreisen als Scharlatan gilt. Als er in eine Reihe mysteriöser Mordfälle verwickelt wird, geht der Nervenarzt auf Mörderjagd und findet sich bald inmitten einer Verschwörung wieder, die Wien in Atem hält. Die Diagonale zeigt die ersten drei der acht 45-minütigen Folgen der internationalen Koproduktion, der ersten Zusammenarbeit von Netflix Österreich und dem ORF.

Zudem lädt die Diagonale’20 wieder zum Feiern. Denn: kein Filmfestival ohne Fest! Allabendlich enden Festivaltage daher mit einer feinen Mischung aus Cocktails, DJs und Liveauftritten. Doch nicht nur im Club Diagonale im p.p.c. und in der Bar8020 lässt es sich gut tanzen – etwa bei den Auftritten von Keke (moderner Sound trifft inhaltsvollen Wiener Rap) am Festivaldonnerstag und Cherry Sunkist (Pop von Welt aus Linz) am Festivalfreitag. Ein eklektisches DJ-Line-up (Antonia XM und Amblio , John Doran, Misonica) und allseits beliebte Partys wie die der Riahi Brothers (YouTube Party) runden das Programm im Club Diagonale im p.p.c. ab. Wer den glücklichen Preisträger/innen gratulieren und dazu DJ Catu Diosis von der Nyege Nyege Crew aus Uganda und Dorian Concept feat. Prcls in einer Live-AV-Performance erleben möchte, kommt zur Diagonale Awards Party ins Orpheum.

Aktuelle Infos auf Instagram, Twitter und Facebook.
diagonale.at

Programm ab 13. März, Tickets ab 18. März

© Diagonale

Kulinarische Weltreise

Graz, 5. Februar 2020; von Antonia Ratiu-Kiss

Es ist so weit! Der HTU-Blog fängt mehr und mehr an, Früchte zu tragen. Um den HTU-Blog auch kulinarisch voranzutreiben, werde ich mit euch Schritt für Schritt in die Welt der Feinschmecker eintauchen. Wie ihr vielleicht schon ahnen könnt, handelt es sich in dieser Blog-Reihe natürlich um Rezepte. Aber es sind nicht irgendwelche Rezepte! Ich packe euch an der Hand und nehme euch mit auf eine kulinarische Weltreise. Um nicht allzu viel zu spoilern, nehmen wir gleich unsere Koffer in die Hand und starten los aus…ÖSTERREICH!

Bevor die Reise losgeht, gibt es vor dem Abflug natürlich eine Stärkung, und zwar eine herzhafte, österreichische Kaspressknödelsuppe!  Das Augenmerk legen wir in diesem Blogpost auf die Suppeneinlage, den Kaspressknödeln und nicht auf die Brühe.

Was solltest du für 4 Personen bei der Hand haben?

50 g Butter
50 g (+/-) Mehl
50 g Zwiebel
250 g Käse (Graukäse oder Gorgonzola)
250 g Semmelwürfel
125 ml Warme Milch
2 EL Öl zum Backen
4 Stk. Eier
1 Bund Frischen Schnittlauch
1 Bund Petersilie
1 Prise Salz

Und nun? Alles zusammenmischen?

Fast! Zuallererst müssen die Semmelwürfel mit der Milch angeweicht werden. Gleichzeitig werden die in Würfel geschnittenen Zwiebel in Butter glasig anröstet. Nun werden die Zwiebeln zu den angeweichten Semmelwürfeln gegeben. Anschließend werden der kleingewürfelte Käse sowie die restlichen Zutaten untermengt.
Zum Schluss kannst du mit einem Esslöffel liebevoll Teighäufchen formen, welche dann ins heiße Fett gelegt werden. Zur Perfektionierung mit dem Esslöffel ein wenig plattdrücken und goldbraun backen. Kinderleicht, oder?
Ich wünsche euch ganz viel Freude beim Nachkochen der köstlichen Kaspressknödel und melde mich demnächst aus unserer nächsten Destination!

Für alle, denen die Zeit zum Kochen fehlt, stellt deine Mensa eine gute Alternative dar. Hierfür könnt ihr euch auch von der HTU finanziell unterstützen lassen, sofern ihr unter 10 000 € im Jahr verdient: Einfach in der Rechbauerstraße 12 im Büro der HTU vorbeischauen und bei unserer Sekretärin einen Mensastempel abholen! Damit bekommt ihr eine finanzielle Stützung von 0,90 € auf verschiedenste Angebote der TU-Mensen.

Viel Glück beim Nachkochen!
Eure Antonia!


Wie du in der Grippezeit gesund bleibst

Und was der Coronavirus mit deinen Prüfungsrechten zu tun hat.

Singapur, 28. Jänner 2020; von Carina Mazelle

Von dem Coronavirus haben schon alle gehört, aus unterschiedlichsten Quellen, verschieden serös und glaubhaft. Wovon man aber sicher ausgehen kann – es ist ein Virus, und Viren möchte man nicht zu nahekommen, besonders in der Prüfungszeit.

Ich befinde mich gerade in Singapur auf Auslandssemester – du möchtest wissen, wie wir hier - trotz geografischer Nähe zu China - gesund bleiben? Nicht mit Gesichtsmasken, denn die sind ausverkauft.

Wie verhindern?

Zuallererst: Mach dir nicht so viel Stress. Wenn du nicht gerade aus Asien kommst oder noch in Asien bist, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass du dich ansteckst, sehr gering. Außerdem stellt Stress eine Zusatzbelastung fürs Immunsystem dar, falls du hier noch auf der Suche nach einer Ausrede für einen Tag auf der Couch bist.

Da es sich bei dem Coronavirus – augenscheinlich – um einen Virus handelt, kannst du dieselben Hygienevorschriften beachten, wie in jeder anderen Grippezeit auch. Somit schützt du dich gleich insgesamt im kalten Winter, denn wer möchte in den Semesterferien schon zu Hause im Bett bleiben müssen? Oder an Männerschnupfen sterben.

Die wichtigste Regel zuerst: Lass dir nicht ins Gesicht husten! Eine Gesichtsmaske ist in Österreich vielleicht nicht nötig (und je nach Mondphase vermutlich illegal), aber ich möchte dir natürlich keine Vorschriften machen, was du tragen sollst (du kannst mir aber gerne welche schicken, hier sind sie schon notwendig.)

Ich habe von der Nanyang Technical University schon ungefähr 20 Emails bekommen, diese enthalten meistens folgende Hinweise:

  • Bleibe von Tieren fern und verzichte auf zu wenig gekochtes oder rohes Fleisch.
  • Vermeide Kontakt zu kranken Menschen und achte auf deine Hygiene, indem du deine Hände regelmäßig mit Seife wäschst, deine Taschentücher entsorgst, in den Ellbogen statt in die Hand hustest und zum Arzt gehst, wenn es dir nicht gut geht.
  • (Trage eine Maske, um andere nicht anzustecken – again: Please send masks!)

Was mir in den letzten Tagen aufgefallen ist: Die Masken sind praktisch, damit man sich nicht so oft mit den Händen ins Gesicht fährt. Über die Hände wird eine Menge an Krankheitserregern übertragen. Wenn du merkst, dass du dir oft ins Gesicht fasst, dann wasche bitte regelmäßig deine Hände oder verwende Desinfektionsspray (der ist hier auch ausverkauft).

Da es bei dir, im fernen Österreich, ja auch noch wirklich kalt ist, empfehle ich viel Tee. Krankheitserreger mögen trockene Schleimhäute, mit der geringen Luftfeuchtigkeit im Winter können sie sich also gut verbreiten.

Und mein allerletzter Tipp: Gehe ins Ausland! Das war eigentlich mein Plan, um nicht im kalten Jänner in Graz sein zu müssen. Der Plan ging nicht ganz auf, wie du wohl merkst. Aber ich bin ja auch in Asien und nicht in Grönland oder Madagaskar (alle die Plague.inc spielen wissen, warum).

Wenn du dich noch immer unwohl fühlst und nicht ins Ausland kannst, dann bitte doch einfach die Grazer Universität deines geringsten Vertrauens nach Nanyang Technical University Vorbild, dass sie ein Gebäude ihrer Wahl unter Quarantäne stellt (Grüße gehen raus an die Karl-Franzens-Universität!).

Fehlen in der Lehrveranstaltung

Manchmal helfen auch die besten Vorkehrungen nicht und man wird krank. Wir alle lieben Vorlesungen so sehr, dass wir nicht unbedingt zu Hause bleiben wollen. Dennoch ist es manchmal nicht verkehrt, auch an die anderen Studierenden zu denken, die durch dich angesteckt werden könnten.

Aber wie ist das mit den Lehrveranstaltungen mit Anwesenheitspflicht und was passiert, wenn ich mich nicht rechtzeitig von einer Prüfung abgemeldet habe?

Grundsätzlich kannst du dich bis 48 Stunden vor der Prüfung problemlos und ohne Angabe von Gründen abmelden. Ist diese Frist vorbei, obliegt oft dem Lehrenden, ob er/sie dich von der Teilnahme entschuldigt. Schlimmstenfalls bist du für den nächsten Antritt und mindestens acht Wochen für die Prüfung gesperrt, kannst aber mit einem ärztlichen Attest diese Sperre aufheben lassen.

Wer zur Prüfung erschienen ist, aber währenddessen plötzlich erkrankt, hat auch hier Möglichkeiten: Grundsätzlich wird eine abgebrochene Prüfung negativ beurteilt. Diese Beurteilung kannst du jedoch innerhalb von zwei Wochen beim zuständigen studienrechtlichen Organ beanstanden, sofern ein wichtiger Grund vorliegt. Dies gilt auch für immanente Lehrveranstaltungen – also Übungen, Labore oder Ähnliches. Solltest du dir hier nicht sicher sein, wie du vorgehen kannst, hilft dir das Bildungspolitische Referat unter bipol@htu.tugraz.at gerne weiter!

Bei Lehrveranstaltungen mit immanentem Prüfungscharakter gibt es häufig Anwesenheitspflicht. Wenn du aufgrund deiner Krankheit öfter fehlst, dann schreibe doch deiner Lehrveranstaltungsleitung (ein Attest schadet hierbei auch nicht). Laut Satzungsteil Studienrecht (§15) können Lehrende Studierende für einzelne Lehrveranstaltungseinheiten von der Anwesenheitspflicht entbinden.

Ich hoffe, du hast einige Tipps bekommen und bist beruhigter als davor! Wenn nicht, dann spiele doch einfach eine Runde Plague.inc und schau, wie lange es dauert, bis Krankheiten von China nach Österreich kommen – nur als Info: Es dauert zumindest länger als nach Singapur.


Entbindung Anwesenheitspflicht: § 15 Satzungsteil Studienrecht

Prüfungssperre bei Nichterscheinen: § 20 Absatz 5 Satzungsteil Studienrecht

Abbrechen der Prüfung: § 26 Absatz 7 Satzungsteil Studienrecht


Der neue HTU Blog

Liebe Leserinnen und Leser,

mit Beginn der neuen Homepage gibt es auch eine neue Funktion um Informationen an euch zu bringen - den Blog.

Einige von euch kennen sicher das Konzept, uns selbst ist es aber noch relativ neu, das heißt, vergebt uns bitte unsere Unwissenheit bezüglich Blogbeiträge, vielleicht sind sie nicht in eurem gewohnten Format.

Wir haben lange überlegt, was das Thema unseres ersten Bloginhalts sein sollte und sind zu dem Schluss gekommen: Passend ist ein Artikel über digitale Wissensvermittlung. Warum das wichtig ist, fragt ihr euch?

Digitale Wissensvermittlung

Nun es ist so, dass das TU Info eine wirklich gute Möglichkeit ist, euch die Arbeit der HTU näher zu bringen, aber leider passen nicht alle Artikel in dieses Format. Es gibt so viel mehr zu berichten und zu erzählen, teilweise kurze Texte, teilweise längere Texte, manchmal kurzfristig und manchmal nicht zum Thema des TU Infos passend.

Auch wenn mir persönlich das TU Info am Herzen liegt, und ich es sehr gerne organisiere und layoute - es ist unpraktisch, dass die Produktion des Magazins an so viele Umstände gebunden ist. Ein aktueller Artikel zum Thema Curriculakommission passt beispielsweise nicht in die TU Info Ausgabe „Neujahrsvorsätze“. Außerdem müssten wir jemanden finden, der fristgerecht einen passenden Artikel einreicht und dabei auch die vorgegebenen Textlängen beachtet. Wichtige Veranstaltungen sind vielleicht zum Zeitpunkt der Einreichfrist der nächsten TU Info Ausgabe noch nicht fertig geplant, aber schon vorbei, wenn die übernächste Ausgabe ausgeschickt werden würde.

Vorteile

Wir wissen leider nicht, wie viele von euch das TU Info lesen. Deshalb haben wir auch darum gebeten, in Zukunft das TU Info zu abonnieren, damit wir nicht 14.000 Ausgaben drucken und 14.000 davon im Müll landen (wir hoffen es ist nicht so, aber wir werden die AbonnentInnenzahlen ja bald sehen). Das verursacht Kosten, wie ihr euch vorstellen könnt, und es ist auch nicht optimal für die Umwelt. Diese Probleme gibt es bei diesem Blog nicht, denn ob ihr es lest oder nicht, ändert nichts an den Kosten oder den Umweltfaktoren.

Man sieht also, ein digitaler Blog ist flexibler und umgänglicher. Falls nicht so viele Studierende darauf zugreifen ist das nicht so tragisch, wie bei gedruckten TU Info Ausgaben. Deshalb werden hier auch in Zukunft Artikel gepostet, die zeitgebunden sind, nicht ins das TU Info Format passen oder dort keinen Platz gefunden haben. Und vielleicht kommt auch das ein oder andere Mal ein Artikel aus dem TU Info, nur damit wir noch eine Verbindung herstellen können.

Wir hoffen, ihr lest die Blogbeiträge so gerne wie wir sie schreiben und freuen uns auf euer Feedback!

Liebste Grüße,

Carina

Information
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TUInfo Covid19-Spezial-Ausgabe

Alle bisherigen TU Info Ausgaben auf einen Blick:

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Redakteurin und Ansprechpartnerin dieser Seite ist Carina Mazelle